…der Tierbrunnen am oberen Markt

Der Obere Markt in Neunkirchen könnte viele Geschichten erzählen. Von Bauernhäusern die sich mit der Zeit zu Geschäftshäusern entwickelten, vom Aufschwung zum einstigen Zentrum der Stadt, vom Renaissanceschloss, von der neuen Kirche, der Synagoge, der Pauluskirche, dem Kaiserdenkmal und und und. Märkte, Straßenfeste, aber auch martialische Naziaufmärsche, der Obere Markt war bis zum Ende des 2.Weltkrieges das Zentrum der Stadt. Viele dieser Spuren sind heute verschwunden, ein paar wenige sind geblieben, doch man muss schon ein wenig suchen um sie zu finden.

Zum Beispiel den Tierbrunnen, eigentlich nur ein sehr unscheinbarer, kleiner Brunnen der nicht wirklich nach Aufmerksamkeit schreit. Ihn gibt es  seit 2005 wieder  in Form einer Replik. Das Original wurde, wie auch viele Kirchenglocken der Stadt, 1942 Opfer einer Metallsammlung. Der Brunnen, den die Gemeinde Neunkirchen 1905 vom Rittmeister a.D. Paul Karcher, Besitzer des Hofgutes Furpach geschenkt bekam, wurde einst an der Ecke Oberer Markt / Kriershof installiert. Der Brunnen bot eine dreifache Tränke. An einer ionisch gestalteten Säule war ein breites Wasserbecken auf halber Höhe befestigt. Es diente den Pferden zur Tränkung, die mit großen Lasten die Schwebelstraße hinauf zum Markt kamen. Der Hüttenberg wurde zu dieser Zeit kaum genutzt um schwere Lasten nach oben zu transportieren , einfach weil er zu steil war. Am oberen Ende der Säule befand sich ein kleines Becken für Vögel und am Fußende ein Becken für Hunde und Katzen. Heute steht er nur noch zur Erinnerung auf dem Synagogenplatz, ob seit der Wiederaufstellung jemals ein Tier aus diesem Brunnen geschlappert hat ?

 

 

 

 

 

 

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